Geräteeinstellungen

Geräteeinstellungen Vivid E 9 für die Kontrastsonographie

Mit der software version (GA 200956-06) von 2011 konnte die Vivid E 9 in der Bildqualität das Niveau der  Vivid 7 erreichen. Mit dem upgrade 2012 kann die Vivid E9 das Potential des neuen 2D-Schallkopfes auch bei Verwendung von Ultraschallkontrastmittel besser ausnutzen. Hierdurch löst die Vivid E9 auch in der Kontrastsonographie das Vorgängermodell Vivid 7ab.

Als Standardfrequenz für eine Kontrastuntersuchung mit dem upgrade 2012 empfiehlt sich die Verwendung von 1.7/3.3 MHz mit einem mechanischen Index von 0.08 bis 0.16. Bis zu einem mechanischen Index von 0.4 tritt praktisch kein apikales swirling auf. Bei schlechten Schallbedingungen lohnt ein Versuch mit der 1.5/3.0 MHz – Sendefrequenz. Ein apikales swirling ist bei dieser Sendefrequenz selten vollständig zu vermeiden.

Das folgende Beispiel zeigt eine Untersuchung mit der Vivid E 9, software upgrade 2012, obere Reihe Nativuntersuchung mit 1.5/3.0 MHZ mit CTO, untere Reihe Kontrastuntersuchung mit 1.7/3.3 Mhz und einem MI = 0.1

 

Das folgende Video stammt aus der gleichen Untersuchung. Bei einem zu hohen mechanischen Index von 0.4 zeigt sich links mit der 1.5/3.0 MHz – Frequenz ein ausgeprägtes apikales swirling, rechts im Bild mit der 1.7/3.3 MHz-Frequenz praktisch kein störendes swirling bei bereits recht akzeptabler Bildqualität.

 

 

Nun wurde der mechanische Index ohne erneute Kontrastmittelinjektion auf 0.16 reduziert. Links im Bild zeigt sich immer noch ein apikales swirling mit der 1.5/3.0 MHz Frequenz und im basalen Septum noch ein blooming Artefakt.

 

 

Ohne erneute Kontrastmittelinjektion findet sich bei Reduktion des mechanischen Index auf 0.1 jetzt mit der 1.7/3.3 MHz Frequenz rechts im Bild ein zufrieden stellendes Kontrastbild mit ausreichendem Signalabstand zwischen Cavum und Myokard bis hinunter zum Mitralring. Die etwas unbefriedigende Auflösung apkial und mitlateral im Vergleich zur 1.5 MHz-Frequenz rührt daher, dass zwischen dem linken und dem rechten Bild nochmals 20 Sekunden vergangen sind und die Kontrastmittelinjektion zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 4 Minuten zurückliegt:

 

 

Zusammenfassend beginnen wir eine Kontrastuntersuchung mit der Vivid E 9 mit dem 2012 upgrade mit einer Sendefrequenz von 1.7/3.3 MHz bei einem mechanischen Index von 0.1, der nachfolgend je Bildqualität zwischen 0.08 bis 0.2 ggfs. angepasst wird. Filter: ___  DDP: ____ Kompression: _____ .  Bei reduzierter Schallqualität wechseln wir auf 1.5/3.0 MHz. Zur Darstellung des Apex muss hier meist der MI unter 0,1 reduziert werden, zur EF – Bestimmung ist ein MI in Anpassung an die Bildqualität zwischen 0.1 und 0.2 sinnvoll.
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Geräteeinstellung Vivid E9 für die Kontrastsonographie, Teil II

Das vierte Beispiel zeigt im 4 – Kammerblick (Video links) sehr echogene Thromben bei einem Patienten mit einer hochgradig reduzierten systolischen Funktion ( Ejektionsfraktion unter 25%). Aufgrund der Echogenität gelingt auch eine gute Darstellung im Vollvolumendatensatz. Durch Erhöhung der Gewebetransparenz und durch Wahl der Blickrichtung von der Mitte des linken Ventrikels in Richtung Herzspitze gelingt die Abgrenzung von fünf verschiedenen Thromben (Video rechts).

 

Nach Gabe von Ultraschallkontrastmittel gelingt es mit der Sendefrequenz 1.5/3.0 MHz nur unzureichend, die intensiven Signale der Thromben (back scatter) zu supprimieren. Die Thromben erscheinen nicht als schwarze Kontrast frei Areale sondern noch grau, ähnlich dem Kontrastmittel. Die hochgradige linksventrikuläre Dilatation und und die hochgradig reduzierte systolische Funktion erschweren die Anflutung des Kontrastmittels und damit die Kontrastierung der linken Kammer (Video links). Nach Wechsel auf die 2 MHz – Sendefrequenz läßt sich eine vollständige Elimination des Signals der Thromben erreichen, die sich nun wie gewohnt als Kontrastaussparung darstellen (Video rechts, 3 -Kammerblick). Durch Klicken auf das weiße kleine Quadrat in der unteren rechten Ecke des Videoplayers kann das Video vergrößert werden.  Ein erneutes Klicken auf das Quadrat bewirkt die Rückkehr zur kleinen Version und zum Text.

 

GE Vivid 7

Wir verwenden an der Vivid 7 die zuletzt erschienene software – Version FD 200255-01 zusammen mit dem M4S-Schallkopf und dem hochauflösenden Flachbildschirm. Mit älteren Versionen können andere Einstellungen sinnvoll sein.

Für die linksventrikuläre Kontrastierung (LVO) haben sich folgende Einstellungen bewährt:

Sendefrequenz 1.6/3.4 MHz
Unterhalb der Sendefrequenz werden in der rechten oberen Bildschirmecke fünf Zahlen angezeigt:
gain/Kompression/Filter/Dynamik/DDP.
Der Wert für den „gain“ ergibt sich bei der Untersuchung
Kompression = 16, bei unzureichendem Kontrast ggfs. bis auf „0“ reduzieren
Filter = 0, bei unzureichendem Kontrast ggfs. auf „10“ erhöhen
Dynamik = maximal = 6
DDP 5.6.
Eine typische Einstellung ist also: 0/16/0/6/5.6 oder wenn mehr Kontrast benötigt wird 0/0/10/6/5.6
Für die Wiedergabe verwenden wir Grau-Tabelle 11 oder „Gold“

Eine erprobte Einstellung zur Perfusionsuntersuchung mit der Vivid 7 von GE healthcare:

Sendefrequenz 1.5/3.2
0/16/2/6/8.7
Häufig ist eine Perfusionsstörung einfacher zu erkennen, wenn in der Nachbearbeitung UD speckle reduce auf 75% gesetzt  und zusätzlich der Filter von 2 auf 15 erhöht wird.

 

Sie haben mit anderen Einstellungen gute Erfahrungen gemacht ? Sie verwenden eine andere software Version mit anderen Einstellungen ? Bitte zögern Sie nicht, einen Kommentar abzugeben. Nur so kann Wissen wachsen. Danke.

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Philips IE 33

Ein erprobte Einstellung zur Perfusionsdarstellung mit der Philips IE 33:

In der Standardeinstellung „Erw.Echo“ ist die Sonde X5-1 angewählt und ein mechanischer Index von 1.1

 

 Über den Menüpunkt „Perfusion“ in der vierten Reihe werden die Perfusionseinstellungen aktiviert.  Der mechanische Index MI kann oben an der rechten Bildschirmseite abgelesen werden und beträgt in der Standardeinstellung 1,1

Nach Anwahl des Menüpunktes „Kontrast MI nied.“ in der untersten Zeile lassen sich auf dem rechten Bildschirm die Perfusionseinstellungen modifizieren:
Im unteren Drittel kann die Position des Fokus eingestellt werden. Er sollte in Höhe des Mitralklappenrings liegen und nur bei gezielter Analyse apikaler Wandsegmente Richtung Sonde etwa mitventrikulär verschoben werden. Über den Menüpunkt „Flash-Bilder“ kann die Anzahl der Bilder mit hohem mechanischem Index während des „flash“ gewählt werden. Üblich sind Werte zwischen 8 und 15 Bilder. Mit Hilfe der „Flashleistung“ wird der mechanische Index der flash-Bilder eingestellt. Üblich sind hier Werte zwischen 0.97 und 1.28. Mit der „Sendeleistung“ wird der mechanische Index gewählt, der meist auf 0,1 gesetzt wird. Mit etwas niedrigeren Werten (z.B. 0,09) wird das Perfusionssignal des Myokards apikal und mitventrikulär meist geringfügig besser, in den basalen Wandabschnitten meist schlechter. Soll das Perfusionssignal in den basalen Wandsegmenten verbessert werden, kann die Sendeleistung leicht erhöht werden. Mit der Sektorbreite können wir in geringem Umfang auf die Bildrate Einfluß nehmen: je niedriger die Bildrate, um so besser die Perfusionssignale und um so eingeschränkter die Analyse der regionalen Wandbewegung. Je höher die Bildrate, um so schlechter das Perfusionssignal und um so besser Wandbewegungsanalyse und EF-Messungen. Üblich sind Bildraten zwischen 20 und 25 Bildern/Sekunde. Das setup wurde auf diesem Gerät als eigener Menupunkt „Perfusion“ gespeichert und findet sich auf dem Startbildschirm als vierter Punkt in der zweiten Zeile von unten.

Fokus Höhe Mitralklappenring, Flash-Bilder 8 – 15, Flash-Leistung 0.97 – 1.28, Sendeleistung gleich MI, meist 0.1. Mit der Sektorbreite kann die Bildrate beeinflußt werden.  Oben rechts auf dem Monitor wird in der zweiten Zeile der mechanische Index während des „flash“ angezeigt (hier 0.97) und in der ersten Zeile der MI während der Perfusionsanalyse (hier 0.1)

Über den Menüpunkt „Weiter ->“ gelangt man zu einem weiteren Bildschirm für Nachbearbeitungen des Bildmaterials:

 

Die Nachbearbeitung der mit den obigen Einstellungen gewonnenen Perfusionsbilder ist „Geschmackssache“. Wir bevorzugen eine Einfärbung der Perfusionsbilder (hier „Chromaskala 2“) und das Setzen der Grauskala auf den Wert „1“.
Durch Wahl „Mittelung hoch“ wird das Bild „weicher“, weniger „pixelig“. Unserer Erfahrung nach lassen sich gerade durch diese Einstellung Perfusionsstörung leichter erkennen.

 

Eine Perfusionssequenz wird aufgenommen, indem über die schwarze „Erfassen“ -Taste die Speicherung gestartet wird. Auf dem rechten Bildschirm in der vierten Zeile von oben wird über den „flash“ Menüpunkt die Abgabe einer Anzahl von Bildern mit hohem mechanischen Index gestartet („flash“). Nachfolgend werden die folgenden 6 bis 15 Sekunden nach Flashabgabe möglichst in Atemstillstand abgewartet und die Aufzeichnung der Sequenz durch nochmaliges Drücken der „Erfassen“ Taste gespeichert. Kurze Sequenzen sind bei visuell unauffälligem „replenishment“ ausreichend.
   Lange Sequenzen sind hilfreich, um zum Beispiel bei einem kollateralisierten Gefäßverschluß den verzögerten Kontrastmitteleinstrom zu erfassen und so das Wandsegment von einer nicht perfundierten Narbe zu unterscheiden

 

 

Die folgende Abbildung zeigt 4 endsystolische Bilder aus einer Stressechokardiographie mit einem Vasodilatator, aufgenommen mit einer Philips IE33:

 Oben links erstes endsystolisches Bild nach flash, rechts daneben zeigt sich im Bereich des Apex eine verzögerte Anflutung des Kontrastmittels. Unten rechts vollständige Wiederauffüllung der Mikorzirkulation 7.te Endsystole nach flash. Der Befund spricht in Abwesenheit einer Wandbewegungsstörung für eine intermediäre 50-70%ige LAD-Stenose. (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Prof.Dr.H.Becher, Alberta, Canada)

 

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Geräteeinstellungen

Die folgenden Artikel zeigen erprobte Einstellungen für verschiedene Ultraschallgeräte und Anwendungen: