blooming

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Blooming beschreibt ein Phänomen, dass intensive Ultraschallsignale infolge hoher Kontrastmittelkonzentration benachbarte schwächere Signale überstrahlen können, ähnlich einer Überbelichtung in der Fotografie. Blooming kann die Beurteilung von Thromben erschweren oder die Darstellung der Perfusion des Endokards im Rahmen von Stressuntersuchungen. Es führt auch dazu, dass sich Gefäße im Myokard größer darstellen, als es ihrer anatomischen Größe entspricht.

Blooming – Artefakt: apikal führt eine zu hohe Kontrastmittelkonzentration zu einer partiellen Überstrahlung des Ventrikelthrombus

Sinkt durch Zuwarten im Verlauf die Kontrastmittelkonzentration klingt das blooming Artefakt ab.

Blooming wird durch die Dosis des Kontrastmittels, sowie die Anflutungsgeschwindigkeit beeinflußt. Bei normalem Herzzeitvolumen reicht es häufig aus, den Patienten mehrfach hintereinander tief einatmen zu lassen, um den venösen Rückstrom kurzfristig zu erhöhen und die Anflutung optimal zu unterstützen.
Bei reduziertem Herzzeitvolumen kann ein langsam injizierter Bolus von 2-3 ml NaCl 0,9% – Lösung die Kontrastierung des linken Ventrikels beschleunigen.
Ist es zu einem blooming gekommen, so kann einige Sekunden bis zu einer Minute abgewartet werden, bis die Konzentration für ein optimales Bild erreicht ist. Letzlich liegt ein unökonomischer Einsatz des Kontrastmittels vor. Nachinjektionen können nachfolgend statt mit 0,5 ml mit 0,3 ml erfolgen.
Blooming tritt auch bei Einsatz einer Kontrastmittelpumpe im Rahmen einer Perfusionsstressechokardiographie auf. Je Ultrschallgerät liegen übliche Dosierung zwischen 0,8 und 1 ml Kontrastmittel pro Minute, bei gut zu untersuchenden Patienten 0,6 bis 0,8 ml/Minute. Die hier genannten Dosierungen gelten für das Ultraschallkontrastmittel SonoVue. Für andere Kontrastmittel gelten entsprechend andere Dosierungen.

 

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