„Anti-Kontrast“

„Anti-Kontrast“

Nach Injektion eines Kontrastmittelbolus ist in der Anflutungsphase der Signalunterschied zwischen Kammer und Myokard am größten, da die Kammer bereits mit Kontrastmittel gefüllt ist, das Kapillarstromgebiet des Ventrikelmyokards aber noch nicht.
In der Abflutungsphase fällt die Kontrastmittelkonzentration in der Kammer bereits wieder ab, während das Ventrikelmyokard noch vollständig kontrastiert ist. In dieser Phase ist der Signalunterschied zwischen Kammer und Myokard am geringsten, der kontrastierende Effekt abgeschwächt, eine exakte Messung von Volumina oder der Ejektionsfraktion erschwert.
Pn dieser Situation eines „Anti-Kontrastes“ führt eine geringe Erhöhung des mechanischen Index zu einer Abnahme des Perfusionssignals aus dem Myokard. Eine Nachinjektion von Kontrastmittel kann das Bild weiter verbessern.

Links zeigt sich bei einem mechanischen Index von 0.16 eine unbefriedigende Kontrastierung in den basal lateralen Wandabschnitten in der frühen Abflutungsphase nach Gabe eines Kontrastmittelbolus. Wird der mechanische Index auf 0.21 erhöht, kommt es ohne Nachinjektion von Kontrastmittel zu einer wesentlichen Verbesserung der Bildqualität. Dafür zeigt sich eine geringe Zunahme des apikalen swirlings.

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