apikale hypertrophe Kardiomyopathie

apikale hypertrophe Kardiomyopathie

Neben der Wandbewegungsanalyse und dem Thrombusnachweis stellt die apikale hypertrophe Kardiomyopathie eine weitere wichtige Indikation für eine Kontrastmittel verstärkte Echokardiographie dar. So wird in der aktuellen Leitlinie der ACCF/AHA von 2011 für die Diagnose und Behandlung der hypertrophen Kardiomyopathie (http://circ.ahajournals.org/content/early/2011/11/07/CIR.0b013e3182n23e2bd.citatio) als Klasse IIaC -Indikation angeführt: “ Die transthorakale Echokardiographie mit Injektion eines intravenösen Kontrastmittels ist angemessen, wenn die Diagnose einer apikalen hypertrophen Kardiomyopathie oder eines apikalen Infarktes oder die Schwere der Hypertrophie zweifelhaft ist, besonders dann, wenn andere bildgebende Verfahren wie kardiale Magnetresonanztomographie nicht verfügbar, nicht diagnostisch oder kontraindiziert sind.““
Ein Beispiel für eine solche Indikation stellt das folgende Video dar. Der Patient hatte 3 Jahre zuvor im Rahmen eines überlebten Kammerflimmerns an einer Universitätsklinik einen ICD erhalten.

 

Von den Teilnehmern eines Kontrastmittel Workshops im Rahmen des Echokardiographie Kongresses Köln EKK 2011 diagnostizierten 42% ein apikales Aneurysma mit Thrombus, 12% ein apikales Aneurysma ohne Thrombus, 46% legten sich nicht fest und sahen eine Kontrastmittelgabe indiziert. Kein Teilnehmer stimmt für die Antwortmöglichkeit „apikale hypertrophe Kardiomyopathie“.

 
 Nach Kontrastierung zeigt sich ein hypertrophierter linker Ventrikel ohne Zeichen eines Aneurysmas.

Wir führten eine Echokardiographie bei den Kindern des Patienten im Rahmen eines screenings durch. Das folgende Video stammt von dem 23 jährigen Sohn des Patienten, der 5 Wochen zuvor im Rahmen eines Fußballspiels eine Synkope erlitten hatte, die nicht weiter abgeklärt worden war. Bei einer elektrophysiologischen Untersuchung ließ sich bei der Ventrikelstimulation bei der geringsten Stimulationsaggressivität Kammerflimmern induzieren. Es erfolgte daher auch bei dem Sohn eine ICD-Implantation. Das Beispiel zeigt, dass sowohl die Fehldiagnose „apikales Aneurysma“ als auch ein fehlendes screening von Familienmitgliedern ersten Grades betroffene Familienangehörige gefährden können.

 
 Auch ohne Kontrastverstärkung ist hier die apikale Hypertrophie gut zu erkennen.

 

 

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